• Lehrerin Christine – mit Gesang zu mehr Freude am Lernen

    In der ländlichen Region von Nyarubande in Ruanda, rückt Bildung oft in den Hintergrund. Zu oft müssen Kinder aus wirtschaftlichen Gründen ihren Eltern bei der Arbeit helfen. Sie fehlen oft wochenlang in der Schule oder geben die Schule ganz auf, um im Haushalt oder auf dem Feld zu arbeiten. Die Lehrerin Christine möchte dies ändern und Kinder und Eltern mit einem spielbasierten Unterricht die Freude am Lernen zurückgeben.

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    Es ist ein warmer, sonniger Morgen, an dem die 25-jährige Lehrerin Christine ihren Schülern die Jacken abnimmt, bevor diese in das Klassenzimmer zu ihren Klassenkameraden rennen.

    Alle stellen sich der Reihe nach auf und stampfen mit den Füßen, bevor sie zu singen beginnen: „Wir sind alle glücklich. Wir laufen links, rechts, links, rechts, schaut wie wir laufen. Wir sind alle glücklich und jeder kann es seh‘n!“

    Dann fangen die Kinder an, ein weiteres Lied anzustimmen. Während sie singen, lässt Christine die Kinder einen Kreis in Vorbereitung auf ein Zahlenspiel bilden, um ihre Mathematikkenntnisse zu schulen.

    „In Ruanda lieben wir es zu singen!“ erklärt Christine, die die Lieder nutzt, um ihren Schülern Wissen aus dem Lehrplan zu vermitteln. „Es ist Teil unserer Kultur, somit ist es leicht und macht den Kindern Spaß. Ich kreiere Songs, die es den Kindern vereinfacht sich Sachen zu merken.“
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    Christines Lebensaufgabe besteht darin den Schülern und Schülerinnen die Liebe zum Lernen zu schenken.

     „Kinder verbringen einen Großteil ihres Lebens im Klassenzimmer, deshalb ist ein guter Start in das Schulleben entscheidend.“, erzählt Christine. Während sie mehrere Stunden in die Vorbereitung ihres Unterrichts steckt, vertraut sie dennoch auf ihre Intuition, um ihre Schüler zum Mitarbeiten zu bewegen.

    „Die Kinder mögen meine Art zu unterrichten, weil ich neues Wissen mit Inhalten verknüpfe, die sie bereits kennen. Ich kann Tiergeräusche nachahmen, um sie zum Lachen zu bringen und ich achte darauf, dass sich die Kinder im Unterricht viel bewegen, damit sie nicht die ganze Zeit an einem Platz sitzen. Wenn ich merke, dass sie müde werden, lasse ich sie ein fröhliches Lied singen.“, fügt Christine hinzu.

    Christine verbessert die Lernatmosphäre im Klassenzimmer, in dem sie zusammen mit den Kindern die Wände mit Postern, Farben, dem Alphabet und Tieren verziert hat.

    Alphonse, der Direktor der Primary School in Nyarubande sagt, dass Kinder, die nicht von Anfang an, das Lesen von Texten lernen auch diejenigen sind, die meistens die Schule abbrechen müssen, da sie den Anschluss verlieren.

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    Spielbasiertes Lernen als effektive Methode für mehr Freude am Lernen

    Spielbasiertes Lernen ist nicht nur eine effektive Methode die Schulstunden interessant zu gestalten, sondern es sorgt auch dafür, dass die Kinder sich jeden Tag freuen die Schule zu besuchen.

    „Der spielbasierte Ansatz hält die Aufmerksamkeit der Kinder hoch und vermittelt den Spaß am Lernen. Die Schüler für die das am Wichtigsten ist, sind die jüngsten. Wenn wir es schaffen, dass Schule Spaß macht, wird es uns gelingen, die Kinder zu begeistern und sie zu überzeugen, die Schule zu Ende zu machen.“, sagt Alphonse überzeugt.

    Vor zwölf Jahren begann die Zusammenarbeit zwischen der Primary School in Nayrubande und den spielbasierten Programmen von Right To Play. Seit dem hat Alphonse einschließlich Christine 11 Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet, mit dem Ziel eine positive Lernumgebung zu schaffen und die Prinzipien des Kinderschutzes zu vermitteln.

    Nächstes Jahr werden Alphonse und Chrisinte deutlich mehr Schüler betreuen, da viele Eltern in der Gemeinde bereits ihr Interesse an dem Right To Play Programm geäußert haben.

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