• Lieber spät als nie: “Chottu” besucht die Schule

    Riziki_Web_Story_Banner.png  

    Der zehnjährige Zahid Hussain besuchte bisher nie eine Schule. Als Zahid klein war, hat sich schlicht niemand aus seiner Familie um seine Ausbildung Gedanken gemacht. Dann hielt die Armut der Familie ihn vom Schulbesuch ab und danach war er schon zu alt, um regulär zur Schule zu gehen.

    Zahid ist eines von Millionen Kindern in Pakistan, die keine Schule besuchen. Diese Kinder verpassen nicht nur die Chance auf eine Ausbildung, sondern auch ihre Kindheit, denn die meisten von ihnen sind aufgrund finanzieller Probleme ihrer Familien gezwungen, arbeiten zu gehen.

    In seiner Umgebung kennt man Zahid als „Chottu“, was so viel wie „kleiner Junge“ bedeutet. So nennen ihn vor allem seine Arbeitskollegen. Bis vor kurzem arbeitete er in einem Straßenrestaurant als Tee-Junge und lieferte Tee an Läden und Schulen aus. Eines Tages brachte er Tee zu den Lehrern einer Right To Play Partnerschule in der Sindh Provinz im Osten Pakistans. Bei seiner Ankunft in der Schule, zog ihn ein Spiel besonders in seinen Bann. Farzana, ein Right To Play Coach, führte dieses gerade mit ihrer Klasse durch. Es wurde zu seiner Gewohnheit, dass „Chottu“ beim Tee bringen, die spielenden Kindern beobachtete. Dies fiel auch Farzana auf, die den Jungen schließlich ermunterte, an den Aktivitäten teilzunehmen. Zahid lernte schnell und machte engagiert mit.

    Gemeinsam mit dem Schulleiter besuchte Farzana schließlich Zahid’s Vater, um ihn davon zu überzeugen, Zahid zur Schule zu schicken. Für die Familie allerdings bedeutete dies den Verlust, des zwar spärlichen, aber doch wichtigen Einkommens des Tee-Jungen. Doch dank der anhaltenden Bemühungen von Farzana und der Begeisterung von Zahid ließ sich sein Vater letzten Endes überzeugen. Jetzt besucht nicht nur Zahid, sondern auch seine jüngeren Brüder die Schule.

    Die Lehrer und Coaches sorgen für ein sicheres Umfeld, in dem Zahid viel Unterstützung erhält. Das spielbasierte Lernen fördert seine Lernmotivation und zudem die Akzeptanz seiner Mitschüler, die in ihn die Klassengemeinschaft aufgenommen haben, obwohl er um einiges älter ist. Schritt für Schritt wird er zuversichtlicher, selbstbewusster und schließt neue Freundschaften. Sein Traum ist es nun eine gute Ausbildung abzuschließen, damit er in Zukunft einen besseren Job findet und seine Familie unterstützten kann. 

    Weitere Links:

    Weitere Stories​​​

      
Act