• Gulmeena kämpft für die Rechte von Mädchen in Pakistan!

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    Tief in ihrem Inneren weiß Gulmeena ganz genau, dass sie dieselben Fähigkeiten wie ihre Brüder hat. Sie weiß, dass sie es genauso verdient zur Schule zu gehen, zu spielen und Sport zu treiben.

    Doch in Peshawar, Pakistan, wo Gulmeena lebt, nehmen Mädchen sehr oft eine sehr traditionelle Rolle in der Familie ein. Sie schließen daher nur selten die Schule ab und Aktivitäten mit Jungen werden ihnen oft verboten. Als Gulmeenas Eltern die aufgeweckte und beliebte Schülerin vor einem Jahr aus der Schule nehmen wollten, schien ihr Traum vom Schulabschluss in weite Ferne zu rücken. Dabei hatte Gulmeena immer hart für die Schule gearbeitet und war Junior Leader in einem von Right To Play unterstützten Club, wo die Kinder lernen, ihre Konflikt- und Kooperationsfähigkeiten zu verbessern.

    „Ich habe gelernt, wie ich anderen helfen kann, ihre Probleme zu lösen“, erzählt Gulmeena.

    Als ihr Vater verkündete, dass sie die Schule verlassen müsse, war sie niedergeschmettert. Doch dann wandte sie sich an Sana, einem Right To Play Coach. Sana sprach mit Gulmeenas Lehrern, die alle bestätigten, dass sie eine sehr begabte und erfolgreiche Schülerin ist. Zudem war sie selbstbewusst, konnte gut Vorträge halten, gewann Schuldebatten und organisierte Veranstaltungen an der Schule.
    Sana war überzeugt, Gulmeena gehörte in die Schule! Als ausgebildeter Righ To Play Coach wollte Sana gemeinsam mit Gulmeena für ihr Recht auf eine Ausbildung kämpfen. So besuchte sie gemeinsam mit dem Schulleiter Gulmeenas Zuhause und nahm sich vor Gulmeenas Vater zu überzeugen.

    „Es dauerte eine Weile, ihm zu erklären, wie wichtig der Schulbesuch und die Teilnahme an den Right To Play Programmen für Gulmeena sind“, erzählt Sana.

    Sana nutzte dazu dieselbe Methodik wie auch in den Right To Play Aktivitäten: Der Prozess der Reflexion, Verknüpfung und Anwendung. Sie sprach mit ihm über seine eigenen Erfahrungen aus der Schulzeit und verband diese mit den Erfolgen seiner Tochter als Schülerin und Junior Leader. Zudem erklärte sie ihm, die Bedeutung einer Ausbildung und wie diese dazu beiträgt, dass seiner Tochter Gulmeena in ihrer Familie und sogar in der ganzen Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag leisten kann.

    “Nachdem der Vater Gulmeena erlaubte, wieder die Schule zu besuchen, traf sie sich sogleich mit ihren Lehrern, um den verpassten Schulstoff aufzuholen“, erzählt Sana.

    Ihre Hartnäckigkeit zahlte sich aus. Indem Sana wiederholt mit dem Vater über die Erfolge und das Potenzial seiner Tochter sprach, konnte sie ihm auch aufzeigen, wie wichtig die Ausbildung von Mädchen ist. Kürzlich schloss Gulmeena die 11. Klasse ab, mit den besten Noten ihrer Schule. Nach Abschluss ihrer Ausbildung möchte sie Lehrerin werden.

    “Die Spiele in der Schule lernen uns, wie wir zusammenarbeiten, unsere Probleme besprechen und eine Lösung finden können“, bestätigt Gulmeena. „Dank der Hilfe von Sana sind meine Eltern nun an Geschichten aus der Schule interessiert, und sie sind stolz auf mich.“

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