Wer wir sind
Wir sind eine internationale Organisation, die durch Spiel und Sport Leben verändert
        

In Spiel- und Sportprogrammen vermitteln wir Kindern und Jugendlichen lebenswichtiges Wissen und fördern so ihre Entwicklung, Bildung, Gesundheit und Frieden. Was Kinder heute lernen – verändert ihre Welt von morgen.

Right To Play erreicht mittlerweile mit 14.600 ehrenamtlichen lokalen Coaches eine Million Kinder und Jugendliche mit wöchentlichen Aktivitäten.

  
 
Und so hat alles begonnen...
selbstgemachter Spielball 
Am Anfang stand ein langärmeliges Hemd
 
Johann Olav Koss an Pressekonferenz 

„Ich habe einmal in Eritrea einem Jungen beobachtet, der offensichtlich bei seinen Freunden sehr beliebt war,“ erzählt Johann. „Als ich ihn fragte, warum das so sei, war er sehr erstaunt. „Das ist doch klar, ich habe ein langärmeliges Hemd!“

Wortlos zog er sein Hemd aus, rollte es auf, stopfte es zurecht und verschnürte das Ganze mit den Ärmeln, so dass ein Ball entstand. So hatten die Kinder einen Ball zum Spielen, bis der Junge mit dem langärmeligen Hemd nach Hause gehen musste.

Diese Kinder hatten im Krieg alles verloren, was ihnen wichtig war: Ihre Eltern und ihre Freunde. Traumatisiert lebten sie nun mit dem, was ihnen der Krieg hinterlassen hatte. Und trotzdem wollten sie  nur das Eine - das, was alle Kinder wollen: Sie wollten spielen!

„Dieses Erlebnis motivierte mich, ein noch besserer Eisläufer zu werden.“

Im darauffolgenden Februar startete Johann als Eisschnellläufer bei den Olympischen Spielen in Lillehammer 1994 für das norwegische Team. Er schrieb Geschichte, denn er brach drei Weltrekorde und gewann drei Goldmedaillen.

In Erinnerung an die Begegnung in Eritrea spendete er sein Preisgeld an Olymic Aid und rief die anderen norwegischen Olympiasieger  und deren Fans dazu auf, eine Spende zu tätigen. Norwegen gewann insgesamt 26 Medaillen und Johann konnte in wenigen Tagen 18 Mio Dollar sammeln.

Als Johann nach Eritrea zurückkehrte, hatte er für den Jungen mit dem langärmeligen Hemd und seine Freunde einen Ball im Gepäck. Außerdem hatte er noch eine ganze Flugzeugladung mit Sportmaterial dabei – für ein Land, in dem es an Allem und besonders an Nahrung mangelte.  Die norwegischen Medien erklärten ihn und seine Aktion für verrückt.

„Ich habe den Präsidenten von Eritrea getroffen und entschuldigte mich bei ihm. Ihr Land braucht Lebensmittel und ich habe Sportausrüstung gebracht. Ich habe einen Fehler gemacht.“ Er schaute mich an und erwiderte ruhig: „Das ist das grösste Geschenk, das wir jemals erhalten haben. Zum allerersten Mal werden wir als Menschen wahrgenommen und nicht als etwas, das am Leben erhalten werden muss.  Zum ersten Mal werden unsere Kinder spielen können, so wie andere Kinder auch.“

„Die Geschichte hätte dort enden können,“ erinnert sich Johann, „ aber ich spürte, es war der Start zu etwas Neuem. Das war erst der Anfang."

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Act